Du möchtest gerne journalen, aber du schaffst es einfach nicht deine neue Routine langfristig durchzuziehen? Ich kann dich beruhigen, damit bist du nicht alleine. Das Schöne ist, in den aller meisten Fällen gibt es eine Lösung für dieses Problem. Nur weil du deine Journal-Routine nicht durchziehst, heißt das nicht, dass du undiszipliniert, faul oder nicht zum Journalen geeignet bist. Überhaupt nicht! Es kann einige andere Gründe geben, warum es bei dir nicht klappt.

Im diesem Artikel möchte ich dir die häufigsten Gründe vorstellen, warum es mit der neuen Journal-Routine nicht so richtig klappen will und wie du das ganz einfach für dich lösen kannst.

Grund Nr. 1: Deine Journal-Routine passt nicht zu dir

Einer der häufigsten Gründe, warum wir unsere Journal-Routine wieder abbrechen ist, dass sie nicht zu uns passt. Die Anfangsmotivation lässt uns die ersten beiden Wochen durchhalten und dann merken wir langsam aber sicher, wie es anstrengend wird. Der Grund ist, dass eine Journal-Routine, die nicht zu uns passt, immer wie ein Störelement in unserem Alltag wirkt. Sie integriert sich nicht in unser Leben. Das muss aber nicht sein.

Lösung Nr. 1: Bau dir eine Journal-Routine auf, die zu dir passt

Viele Menschen, die ich kenne, starten mit dem Journalen einfach mal los. Das ist tatsächlich auch gar nicht schlecht. Wenn man Glück hat entwickelt es sich automatisch zu einer langfristigen Routine – wenn wir eben schon ganz von alleine und intuitiv eine für uns passende Routine haben. Das ist aber nicht immer der Fall. Spätestens, wenn es anfängt anstrengend und irgendwie nervig zu werden, solltest du anfangen deine Routine zu überdenken. Ist das noch alles passend so? Fühlt es sich noch stimmig an für mich? Bringt es mir so tatsächlich noch einen Mehrwert.

Wie du dir eine Journal-Routine aufbaust, die wirklich zu dir passt, beschreibe ich in diesem Artikel.

Grund Nr. 2: Dein innerer Schweinehund

Es gibt einen Teil ins uns, der grundsätzlich gerne im Bett liegen bleibt, Schokolade ist, Serien schaut, auf dem Sofa chillt oder nichts tut – der innere Schweinehund. Und auch er kann uns ziemlich effektiv davon abhalten unsere Journal-Routine durchzuziehen. Sogar wenn diese gut zu uns passt – auch wenn es ihm dann schon etwas schwerer fällt 😉 Aber keine Sorge, auch dafür gibt es eine Lösung.

Lösung Nr. 2: Ein echt gutes Warum für deine Journal-Routine

Im Prinzip kannst du dir deinen inneren Schweinehund wie ein kleines Kind vorstellen, dass immer zu fragt: „Warum?“ Vermutlich kennst du das. Wenn das erste Warum beantwortet wird, kommt das zweite. Diese Spiel kann man bis in die Unendlichkeit treiben. Was für Erwachse oft nervig ist, ist im Grunde aber ein sehr sinnvolles Vorgehen. (Was wieder zeigt, dass uns Kinder schon sehr vieles richtig vorleben – wir verlernen es nur im Laufe der Zeit, weil es uns abtrainiert wird)

Der Weg also vorbei am inneren Schweinehund ist ein echt verdammt gutes Warum. Wenn du für dich ein absolut überzeugendes, herzbeglückendes, erfüllendes und wunderschönes Warum gefunden hast, wird auch der innere Schweinehund sich vom Sofa bewegen friedlich neben der liegen, wenn du schreibst!

Deine eigene innere Motivation zu kennen, ist der beste Weg um langfristig an etwas dran zu bleiben.

Grund Nr. 3: Hindernisse und Hürden in deiner Journal-Routine

Ja ich weiß, es gibt Vorkommnisse im Leben, die schmeißen unsere Routinen durcheinander. Jeder wird früher oder später darauf treffen. Das kann keiner verhindern. Ob es ein Urlaub, eine Geschäftsreise, eine Geburt oder Krankheit ist, das ist absolut egal. Denn am Ende unterbrechen sie alle irgendwie unsere Routinen und zwingen uns vielleicht sogar sie neu zu überdenken.

Lösung Nr. 3: Vorbereitung

Zugegeben einige dieser Dingn können sehr überraschend und unerwartet in unser Leben kommen, andere aber nicht. Und genau auf diese vorhersehbaren Hürden und Hindernisse können wir uns sehr gut vorbereiten. Das heißt, du solltest dir schon jetzt überlegen, wie du vorgehen möchtest, wenn eines der vorhersehbaren Hindernisse in deinem Leben auftaucht. Leg dir dafür schon zu Beginn deiner Journal-Routine eine Liste an. Trage in diese Liste alle möglichen Ereignisse ein, die deine Journal-Routine unterbrechen könnten. Zum Beispiel: Geschäftsreise, Urlaub, Wanderwochenende, Besuch bei den Eltern, Verschlafen usw. Und überlege dir dann jetzt schon, wie du in diesen Fälle vorgehen möchtest. Du kannst zum Beispiel festlegen, das du im Urlaub immer zu einer anderen Zeit schreibst, weil es sich so dann besser in deinen Tagesablauf einplanen lässt. Oder aber du pausierst für die Zeit des Urlaubs (ja, auch das ist okay), legst aber fest, dass es mit dem ersten Arbeitstag wieder losgeht. Wichtig ist nur, Regeln für diese Fälle festzulegen, damit bereits im Vorfeld klar ist, was in dieser Ausnahme-Situation passieren wird. Das erleichtert es dir mit damit umzugehen.

Grund Nr. 4: Probleme und Fragen mit deiner Journal-Routine

Journalen kann sehr tief gehen. Es können alte Glaubenssätze und tiefsitzende Emotionen gelöst werden. Deswegen möchte ich hier an dieser Stelle ganz ehrlich mit dir sein: Ja, es kann passieren dass dich dein Journal in manchen Phasen auch verwirrt, dir Angst macht oder Fragen aufwirft, für die du zunächst keine Antworten hast.

Lösung Nr. 4: Freunde, Begleiter, Mentoren und Austausch

All das ist aber in der Regel kein Problem. Wichtig ist, dass du dir Begleiter auf dem Weg suchst. Das können Freunde, Mentoren oder andere Personen sein, mit denen du dich austauscht. Diese Personen müssen nicht auch zwangsläufig ein Journal führen, aber es kann natürlich sehr hilfreich sein. Wenn du wirklich tief und ausführlich mit deinem Journal an Glaubenssätzen und Blockaden arbeiten möchtest, kannst du dir überlegen, dir einen Coach oder Mentor zu suchen, der sich darauf spezialisiert hat.

Falls du dich einfach gerne mit anderen Personen zum Thema Journalen, sowie zu Fragen und Problemen dazu, austauschen möchtest, komm in die Facebook-Gruppe oder schreib mir an katharina@writingtrees.de

Grund Nr. 5: Eine natürliche Pause der Journal-Routine

Ja auch beim Schreiben gibt es ganz natürliche Pausen. Wenn du also nach ein paar Monaten oder auch Jahren das Schreiben mal für ein paar Tage oder Wochen aussetzt, ist das lange noch kein Grund zur Panik. Das geht mir auch so. Es gibt Zeiten, in denen entsteht eine ganz natürliche Pause. Eine kurze Auszeit. Das Schöne daran ist aber, nach einiger Zeit verspürst du einen inneren Drang auch wieder mit dem Schreiben zu beginnen. Meistens ganz von alleine.

Lösung Nr. 5: Geduld und Sanftmut

Eine natürliche Pause ist absolut normal und kommt wohl bei jeder Routine vor. Sei geduldig und gutmütig mit dir selbst. Vielleicht sind gerade einfach andere Dinge dran? Wichtig ist jedoch die Unterscheidung von allen zuvor genannten Gründen! Diese natürliche Pause entsteht in der Regel nicht in den ersten vier Wochen. Das heißt, über diese Zeit solltest du auf jeden Fall hinaus kommen, um von einer natürlichen Pause sprechen zu können.

 

Bist du bei deiner Journal-Routine auf andere Probleme gestoßen oder hast du Fragen rund um das Thema? Melde dich gerne bei mir katharina[at]writingtrees.de oder schreibe einen Kommentar.