Wünscht du dir auch manchmal einen richtigen Dschungel zu Hause? Ich kann das so gut verstehen. Schon als Kind hatte ich immer den Wunsch in einem richtigen Dschungel-Zimmer zu wohnen. Seitdem arbeite ich an diesem Projekt.
 
Dschungel-Feeling entsteht vor allem dann, wenn wir sehr viel Grünes und Lebendiges in unsere Räume integrieren. Dabei hilft es, sich bewusst zu machen, dass der Dschungel oder Regenwald aus Stockwerken aufgebaut ist. Die Pflanzen wachsen im Dschungel also auf unterschiedlichen Ebenen.
 
Ein Zimmer, das sich nach Dschungel anfühlt, empfindet meistens diese Ebenen nach. Das heißt, die Pflanzen stehen nicht alleine auf dem Boden und dem Fensterbrett, sondern befinden sich auf mehreren verschiedenen Höhen im Raum und sind optimal miteinander kombiniert.
 
Für alle Pflanzenliebhaber: Ein schöner Nebeneffekt eines Indoor-Dschungels ist, dass man meistens noch sehr viel mehr potenzielle Plätze für Pflanzen entdeckt, denen man sich davor gar nicht bewusst war 😉
 
Die sechs Ideen, die ich dir hier vorstelle, kannst du natürlich alle miteinander kombinieren. Das hat dann vermutlich auch den schönsten (und grünsten) Effekt! Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Umsetzen!
 

Sechs Ideen für grünere Wände und einen Dschungel in deiner Wohnung

 

1. Künstliche Wandbegrünung: Farbe, Tapete, Bilder und Kunstblumen 

Grundsätzlich kannst du für grünere Wände auch erstmal Farbe, Tapete, Bilder oder auch Kunstpflanzen verwenden. Besonders wenn es rein um die optische Wirkung geht und aufgrund von Tageslichtmangel keine lebenden Pflanzen eingesetzt werden können, kannst du mit diese Elementen für grüneres und biophileres Raumklima und für mehr Dschungel-Feeling sorgen.
 
Zum Beispiel gibt es sehr schöne Tapete und Wandbilder mit Floralen und natürlichen Mustern. Oder du kannst dir auch selbst Naturbilder in Lebensgroße drucken lassen.
 
Diese Art der Wandbegrünung ist zwar relativ pflegeleicht und recht einfach umzusetzen, aber wie du dir vielleicht schon denken kannst, für mich eher eine Notlösung, wenn man nicht mit Naturmaterialen oder lebenden Pflanzen arbeiten kann. Sehr schön können diese Gestaltungselemente aber auch zusätzlich zu den weiteren Ideen für dein Dschungel-Feeling zu Hause eingesetzt werden.
 

2. Grüne Wände mit Moosbildern

Moosbilder gehen da schon ein Stück weiter. Die meisten Moosbilder, die man kaufen kann, werden zwar aus getrocknetem Moos hergestellt. Dennoch handelt es sich hier zumindest einmal um Naturmaterialen. Außerdem sieht das Moos auch getrocknet immer noch wunderbar und ganz individuelle aus. Da es aber nicht mehr lebt, kann es auch die Luft nicht mehr aktiv filtern. Trotzdem kann auch diese Art von Moosbild eine schöne, biophile, optische und haptische Wirkung haben und einige Moose können sogar im getrockneten Zustand noch Feinstaub aus der Luft filtern. Und wer es ganz individuell möchte, kannst ein solches Moosbild sogar selber machen
 
Mich persönlich faszinieren aber lebendige und wachsende Moosbilder noch viel mehr. Wände, Bretter oder Bilderrahmen, in denen das Moos also wirklich noch wäschst und die Luft somit auch aktiv filtern kann. Ich habe hier bereits einen DIY-Versuch zum lebenden Moosbild gestartet, bin aber noch nicht wirklich zufrieden mit dem Ergebnis. Sollte ich es allerdings hinbekommen, werde ich hier einen Artikel zu diesem Thema schreiben. Denn zu kaufen gibt es lebendige und wachsende Moosbilder kaum.
 

3. Regal für deinen Indoor-Dschungel

Nun kommen wir aber mal zu den „wirklichen“ Zimmerpflanzen. Eine relativ einfache und unkomplizierte Form der Wandbegrünung ist meiner Erfahrung nach ein Wandregal. In dem kannst du anschließend deine Zimmerpflanzen nach Belieben anordnen und evtl. auch noch mit anderen Elementen, wie Büchern und Deko kombinieren. Je nachdem, wie viele Pflanzen ihr im Regal unterbringen wollt.
 
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass besonders Stufenregal – also Regal, bei denen die unteren Bretter breiter sind als die oberen – gut geeignet sind. So haben die unteren Pflanzen mehr Platz nach oben zu wachsen, weil sie nicht komplett durch das darüber angebrachte Regalbrett beengt werden.
 
Aber auch schon ein ganz gewöhnliches Brett an der Wand für Zimmerpflanzen kann zur Wandbegrünung beitragen. Vor allem wenn darauf hängend wachsende Pflanzen stehen, die sich anschließend wunderschön nach unten ranken und damit gleich einen großen Teil der Wand begrünen.
 
Darüber hinaus gibt es in diesem Bereich auch ganz viele unterschiedliche Anbieter, die spezielle Pflanzregale anbieten. Hier lohnt es sich auch einfach mal ein bisschen zu suchen und sich inspirieren zu lassen.
 
Wenn du deine Pflanzen also nicht nur auf das Fensterbrett stellst, sondern auch in und auf Regalen, sorgst du damit immer für eine grünere Atmosphäre im Raum, schaffst nebenbei mehr Stellplätze für deine Pflanzen und lässt zusätzlich noch mehr Licht in die Wohnung, wenn deine Pflanzen nicht das komplette Fenster verdecken.
 

4. Luftige Wandbegrünung mit Pflanzampel, Haken und Körbchen

Eine andere Möglichkeit Pflanzen an die Wand zu bringen, ist mit Hilfe von Pflanzhaken und Hängekörben. In den meisten Bau- und Gartenmärkten gibt es eine Auswahl an Haken und Körben, die sich dafür eignen. Manchmal findet man sie auch nicht in der Abteilung für Zimmerpflanzen, sondern im Abteil für den Garten. Das meiste eignet sich aber genau so gut für drinnen.
 
Besonders schön geformte Metallkörbe oder Halterungen finde ich sehr praktisch um einzelne Pflanzen direkt an der Wand zu befestigen. Du kannst genau so gut DIY-Makrameé-Pflanzampeln nutzen, um Zimmerpflanzen an Haken an der Wand aufzuhängen und kannst so gleich auch noch ein bisschen mehr Naturmaterialen reinbringen.
 
Der Vorteil gegenüber einem Stehregal ist, dass der Raum unter unter den hängenden Pflanzen frei bleibt. So wirkt alles etwas luftiger. Unter die hängenden Pflanzen kannst du für das perfekte Dschungel-Feeling noch stehende Pflanzen, wie Palmen oder Calatheas stellen.
 

5. Dschungel-Feeling ohne Bohren: Pflanzstange

Falls du ungerne in deine Wände bohrst (weil sie z. B. nicht besonders tragfähig sind) und du auch keine Lust auf ein weitere Regal hast, habe ich hier die Lösung für dich: Eine Pflanzstange.
 
Tatsächlich hatte ich sowas jahrelang in meinem Kinderzimmer. Das Zimmer hatte auf zwei Seiten Dachschrägen und somit gab es weder Platz für ein Regal noch könnte ich etwas an den Wänden aufhängen. Die Pflanzenstange habe ich damals selbst gebaut. Ich könnte mir aber vorstellen, dass e inzwischen auch fertige Lösungen zu kaufen gibt. Allerdings ist es wirklich nicht schwer eine Pflanzstange zu bauen.
 
Die Pflanzstange ist im Prinzip ein einfacher Holzbalken, an dessen Ende du jeweils höhenverstellbare Füße anbringst. Die Stange muss etwas weniger als die Höhe deines Raums lang sein und anschließend spannst du die Pflanzstange mit Hilfe der verstellbaren Füße zwischen Decke und Boden ein. So musst du nicht bohren und kannst die Pflanzstange auch je nach Bedarf schnell und einfach ummontieren.
 
An die Pflanzstange kannst du anschließend Haken für Pflanzampeln oder Aufhänger für Pflanzkörbe anbringen und die entsprechenden Pflanzen einhängen. Ich habe an meine Pflanzstange damals Körbe angebracht und sie ca. einen Meter vom Fenster entfernt aufgestellt.
 
Ich finde eine Pflanzstange eine super praktische und auch sehr schöne Möglichkeit, um für mehr Dschungel-Feeling zu sorgen. Sie kann auch gut zur Raumtrennung eingesetzt werden. Außerdem kommt man sehr gut an die Pflanzen, um sie zu gießen und zu pflegen.
 

6. Living Wall im Indoor-Dschungel

Die letzte Idee, die ich dir hier vorstellen möchte, ist ein aktuelles Projekt von mir: die Living Wall. Vielleicht hast du diesem Begriff schon mal gehört. Häufig sind damit auch hier keine lebendigen Pflanzen, sondern in einen Rahmen aufgeklebte Moose und Sukkulenten gemeint.
 
Allerdings gibt es inzwischen auch einige Anbieter, die lebende Bilderrahmen, Living Wall Frames und ähnliches anbieten. Das sind häufig ästhetisch gestaltete Rahmen, die anschließend mit lebendigen Pflanzen bestückt werden. Diese lebendigen Living Walls sind tatsächlich das, was mir besonders gut gefällt. Da diese Produkte aber häufig sehr teuer und meistens auch nicht unbedingt für private Haushalte ausgelegt sind, sondern eher für große Firmengebäude, sind wir seit ein paar Monaten dabei unsere eigene Living Wall zu bauen.
 
Zwei Prototypen gibt es schon und die werden auch schon fleißig getestet. Und natürlich werde ich berichten, wenn es die erste fertige Living Wall gibt.
 
Es würde mich auch total interessieren, wenn du vielleicht bereits Erfahrungen mit Produkten dieser Art gemacht hast oder sogar etwas ähnliches selbst gebaut hast. Und auch, ob es dich interessiert zum Thema Living Wall mehr zu erfahren. Schreib mir doch gerne dazu in die Kommentare oder per Mail.
   
   
   
Ich hoffe, dir haben meine Ideen für eine Wandbegrünung und Dschungel-Feeling zu Hause gefallen und dass du gleich mit der Umsetzung beginnen kannst. Teile den Link zu diesem Blogartikel auch sehr gerne mit deinen Freunden und Bekannten!
  
Mehr Tipps zur Pflege von Zimmerpflanzen, findest du in meiner Serie mit den besten Tipps zur Pflege von Zimmerpflanzen. Außerm findest du in meinem Blogartikel „Entspannung für die Sinne“ Ideen, wie du weitere natürliche Reize in deine Räume integrieren kannst.
  
Ganz viel Spaß beim Lesen und Umsetzen!
  
Alles Liebe
Katharina