Vielleicht hast du gerade damit begonnen, dich als Frau zu erkennen. Hast angefangen dich mit dem weiblichen Zyklus, den weiblichen Kräften und Prinzipien zu beschäftigen. Suchst nach Input rund um das Thema Weiblichkeit und möchtest dich selbst gerne besser verstehen. Vielleicht bist du aber auch schon mittendrin. Im Frau-Sein. 
 
Ganz egal, wo du stehst auf dem Weg zu dir als Frau, in diesem Blogbeitrag geht es um den Raum, den du dir als Frau erschaffen kannst, um diese Entwicklung und den Ausdruck von dir selbst zu unterstützen und zu leben. Dazu teile ich zu erst ein paar grundsätzliche Gestaltungsideen für das Weibliche mit dir und am Ende des Blogbeitrags findest du konkrete Ideen zum Umsetzen.
 

Warum es so wichtig ist der Frau in dir Raum zu geben?

 

Das Weibliche und das Männliche Prinzip

 
Grundsätzlich gibt es zwei Prinzipien – das Weibliche und das Männliche. Das Weibliche Prinzip ist geprägt von Sein, Ruhe, Entspannung, Intuition und Kreativität, das Männliche Prinzip von Machen, Klarheit, Fokus, Konzentration und Geradlinigkeit. Wir leben in einer Welt, die stark oder verstärkt auf dem Männlichen Prinzip basiert. Das ist keine Kritik und keine Wertung, sondern eine Feststellung. Keines der beiden Prinzipien ist besser oder schlechter. Ganz im Gegenteil, braucht es immer beides! 
 
Auch wir tragen, egal ob Mann oder Frau, immer beides in uns. Schließlich können auch Frauen sehr fokussiert und konzentriert arbeiten und auch Männer eine starke Intuition haben. Auch du trägst also beides in dir.
 
Bedingt durch äußere Einflüsse oder innere Überzeugungen kann es aber sein, dass diese beiden Teile in dir – das Weibliche und das Männliche – sich in ein Ungleichgewicht zu Gunsten des einen verschoben haben. Für ein gesundes Gleichgewicht, eine Balance brauchen wir aber immer beides. In uns und um uns.
 

Der äußere Raum spiegelt unseren inneren Raum und umgekehrt

 
Die Räume, in denen wir leben, spiegeln ganz häufig unsere innere Welt. Oft bemerken wir das gar nicht. Wenn innerlich Chaos herrscht, fällt uns auch die Ordnung in der Wohnung meist schwer. Was sich umkehrt auch wieder auf unsere innere Stimmung und Verfassung auswirkt.
 
Genau so verhält es sich auch mit den weiblichen und männlichen Aspekten. Auch hier kann ein Kreislauf entstehen, der sich gegenseitig bedingt.
 
Da die meisten von uns – z. B. durch Erziehung – häufig mehr zu den männlichen Aspekten tendieren, möchte ich dich hier fragen: Hat die Frau bzw. das Weibliche in dir Raum sich zu entfalten? (Diese Fragen kannst du dir übrigens auch als Mann stellen, denn wir ich oben schon erwähnt habe, tragen auch Männer einen weiblichen Anteil in sich.)
 

Frau-Sein

 
Jede Frau nimmt sich und ihr Frau-Sein anders wahr und möchte ihre weiblichen Anteile anders leben und zum Ausdruck bringen. Alles, was ich hier teile, sind Erfahrungen, Ideen und Gedanken, die mich zu diesem Thema beschäftigen oder beschäftigt haben und wie ich versuche dem weiblichen Anteil in mir gerecht zu werden und ihn zu feiern. Nichts davon muss auf dich zutreffen, aber vielleicht inspiriert es dich, in dich zu gehen und in dir zu suchen, was du findest.
 

Zyklus

Frauen sind zyklische Wesen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob Männer auch eine Art Zyklus spüren. Ich habe meinen Freund mal gefragt, der konnte mir nicht wirklich eine Antwort darauf geben. Als menstruierende Frau jedenfalls hat man einen Zyklus – ich denke, da stimmen mir die meisten zu. Außerdem lese und höre ich immer wieder davon, dass auch Frauen nach der Menopause noch einen Zyklus spüren, der sich allerdings nicht mehr durch beispielsweise die monatliche Blutung äußert. Ob es so ist, kann ich selber (noch) nicht sagen, kann es mir aber sehr gut vorstellen.
 
Bildlich gesprochen ist der Zyklus ein Kreis. Und da wir den Kreis immer und immer wieder durchlaufen, durchlaufen wir auch immer wieder die unterschiedlichen Phasen des Zyklus. Häufig sprechen wir von vier Phasen des weiblichen Zyklus: Die Menstruation, die Zeit nach der Menstruation und vor dem Einsprung, die Zeit um den Eisprung, die Zeit nach dem Eisprung und vor der Menstruation. Diese vier Phasen werden häufig mit den Jahreszeiten assoziiert.
 

Elemente der Frau

Auch bei den Elementen, Feuer, Wasser, Erde und Luft, werden zwei dem Weiblichen und zwei dem Männlichen zugesprochen. Feuer und Luft werden nach diesem Ansatz als männlichen Elemente bezeichnet, während Erde und Wasser weibliche Elemente darstellen.
 
Die Erde ist ein nährendes und lebenserhaltendes Element. Frauen, die Leben gebären, sind bildlich gesprochen der Nährboden, die Erde aus dem ein neues Leben entsteht. Das finden wir auch in Bezeichnungen wie Mutter Erde bzw. Patcha Mama.
 
Das Wasser steht für Emotionen und Gefühle. Zum Beispiel für den freien Fluss von Emotionen.
 

Die Verbindung zwischen Frau und Mond

Durch ihren natürlichen Zyklus hat jede Frau eine Verbindung zum Mond, denn der weibliche Zyklus wird durch den Mond beeinflusst. Das hat nichts mit mystischen oder übernatürlichen Dingen zu tun. Auch die Weltmeere werden durch den Mond beeinflusst, wodurch Ebbe und Flut entstehen. Auch der menschliche Körper besteht zu mehr als 50 Prozent aus Wasser. Wieso also sollte der Mond nicht auch Einfluss auf unsere Körper haben?
Eine Frau kann sich im weißen oder roten Mondzyklus befinden, je nachdem wann sie ihren Eisprung und ihre Periode hat. Findet dein Eisprung in der Zeit um Vollmond statt, befindest du dich im weißen Mondzyklus. Hast du zurzeit des Vollmonds deine Periode, bist du im roten Mondzyklus.
 

Die weibliche Natur

Aber nicht nur unsere innere Natur, auch zur äußeren Natur lohnt es sich eine Verbindung aufzubauen, um uns selbst als Frau zu erfahren. Wir, alles, was wir sind entstammt der Natur. Wir sind Natur. Deswegen sind für mich alle Anknüpfungspunkte zur Natur, ob es nun Naturmaterialen, der Blick aus dem Fenster auf einen Baum oder Zimmerpflanzen sind, einen Unterstützung darin, die zu sein und immer mehr zu werden, die ich tief in mir bin.
 

Fünf Ideen wie du der Frau in dir Ausdruck verleihen kannst

 

1. Zyklusschale

Eine Zyklusschale verbildlicht deinen Zyklus und stärkt dadurch die Verbindung und Wertschätzung zu ihm. Auch für deinen Partner kann das hilfreiches sein, wenn ihr z. B. mit NFP verhütet.
 
Für eine Zyklusschale brauchst du zwei Schalen oder kleine Behälter. Außerdem brauchst du zwischen 28-35 kleine Elemente (je nachdem wie lange dein Zyklus in der Regel ist), wie beispielsweise Steine, Muscheln, Perlen, Murmeln, Kastanien oder was immer dir gefällt.
 
Am ersten Tag deines Zyklus befinden sich alle Steine in einer Schale. Für jeden Tag in deinem Zyklus wandert ein Stein in die andere Schale. So hast du ein schönes Bild davon, wie weit dein Zyklus bereits fortgeschritten ist. Am Ende des Zyklus, wandern wieder alle Steine in die erste Schale. Es gibt auch die Möglichkeit, deinen Einsprung besonders hervorzuheben, in dem du für diesen Tag ein anderes Element oder z. B. einen andersfarbigen Stein nimmst.
 
Du kannst deine Zyklusschale natürlich beliebig anpassen in Größe, Form und den verwendeten Elementen. Falls du unterschiedlich große Behälter nimmst, kannst du auch den zweiten in den ersten Behälter stellen. Oder du nimmst sogar für jede Zyklusphase unterschiedliche Elemente. Fühl dich ganz frei diese Idee für dich anzupassen.
 
Falls du Lust hast, würde ich mich auch total über ein Bild deiner Zyklusschale freuen!
 

2. Verbindung zum Zyklus: Kreise

Um dich noch mehr mit deinem Zyklus zu verbinden, kannst du außerdem Einrichtungselemente nutzen, die kreisförmig oder sind. Also z. B. Körbe, Töpfe, Schalen, Traumfänger, Mandalas, runde Sitzkissen, Stühle oder Tische.
 
Es muss auch nicht gleich alles rund sein. Wie oben beschrieben, geht es um eine gute Balance zwischen dem Männlichen und dem Weiblichen, dem Runden und dem Eckigen. Wenn du also ohnehin schon sehr viele runde Sachen hast, wunderbar. Wenn nicht, kannst du ja einfach mal drauf achten, wenn du z. B. eine neue Anschaffung tätigst. Dann kaufst du vielleicht anstatt eines eckigen Wohnzimmertischs, einfach einen runden.
 

3. Verbindung zum Wasser: Zimmerbrunnen und Zimmerteiche

Wasser ist nicht nur ein weibliches Element, sondern wirkt ganz allgemein auch beruhigend auf Frau und Mann. Das liegt an unserer Biologie. Wir können mehrere Tage ohne Lebensmittel überleben, aber nicht ohne zu trinken. Die Anwesenheit von Wasser hat deshalb auch heute noch eine sehr beruhigende Wirkung auf uns, auch wenn wir theoretisch nur den Wasserhahn betätigen müssen.
 
Durch Zimmerbrunnen oder auch Zimmerteiche lässt sich das Element Wasser sehr einfach und gleichzeitig ästhetisch in einen Raum bringen. Beides gibt es bereits in sehr kleinen Ausführung, wenn du wenig Platz hast. Einen Zimmerteich kannst du dir sogar selber bauen. 
 
Für einen wirklich einfachen und kleinen Zimmerteich nimmst du z. B. eine schöne, weit geöffnete Glasvase, füllst sie mit Wasser und setzt eine Wasserpflanze hinein. Und fertig ist der Zimmerteich.
 
Als ich ca. 15 Jahre alt war, habe ich meinen ersten Zimmerteich gebaut. Mit einer schönen grünen Waschwanne, einer kleinen Pumpe in der Mitte und ein paar Wasserpflanzen drumherum. Das hat mich damals richtig glücklich gemacht.
 
Auch Bilder von Wasser können einen Verbindung zum Element Wasser herstellen und eine beruhigende Wirkung auf uns haben. Ich habe aktuell zwar selbst keinen Zimmerteich, aber ein großes Bild der Isar im Wohnzimmer hängen.
 

4. Verbindung zur Erde: Frauenkräuter und Zimmerpflanzen

Für eine Verbindung zur Erde kannst du dir z. B. getrocknete Kräuter in Gläsern in oder auf ein Regal in Sichthöhe stellen. Ich finde das schaut immer sehr bezaubernd aus. Da ich selber viele Kräuter im Garten habe und auch sammle und trockne, habe ich hier eh immer getrocknete Kräuter rumstehen. In Gläsern, schön sortiert und ordentlich eingeräumt, sind die ein wirklich wunderschöner Anblick und machen mich jedes Mal glücklich beim Vorbeigehen oder auch beim Verwenden.
 
Du kannst dafür natürlich auch speziell so genannte Frauenkräuter verwenden, wie Frauenmantel, Schafgabe oder Himbeerblätter.
 
Für eine gute Verbindung zur Erde und ein „Geerdet-Sein“ tun mir persönlich Zimmerpflanzen einfach extrem gut. Die Pflege ist für mich eine Art Meditation. Ich liebe es sie zu beobachten und damit das Leben selbst zu beobachten, wie es sich entfaltet. Es fasziniert mich jedes Mal wieder, wenn ein neues Blatt sich entrollt oder ein Spross aus der Erde drückt.
 

5. Verbindung zur Natur und den Jahreszeiten: Deko und Ausblick

Alles, was dich mit der Natur verbindet, bringt dich in meinen Augen auch näher zu dir selbst und bringt dein Inneres zum Ausdruck. Denn das ist, was du bist, Natur!
Vielleicht passt du deine Deko ohnehin schon den Jahreszeiten an und bist so immer mit ihnen verbunden. Oder aber du möchtest das einfach mal ausprobieren. Das muss überhaupt keine schrille, kitschige oder aufdringliche Deko sein. Ich würde behaupten, dass du dazu nicht mal etwas kaufen musst. Geh einfach raus und nimm das, was die Natur die bietet. Es muss auch überhaupt nicht viel oder aufwendig sein, wie z. B. eine Schale mit Kastanien.
Ich selbst orientiere mich dabei auch weniger an den christlichen Festen und in unserer Zeit üblichen oder bekannten Feierlichkeiten, sondern an den Jahreskreisfesten.


6. Verbindung zum Mond und dir selbst: Stay wild moon child!

Der Spruch „Stay wild moon child!“ trifft sehr gut auf den Punkt, was ich dir als letztes noch mitgeben möchte. Vergiss nicht: Es geht um DICH! Um DEINE Weiblichkeit, um DEIN Frau-Sein! Niemand kann dir sagen, was richtig und was falsch ist. Nur du kannst das.
 
Wenn du es liebst, dann feier deine Weiblichkeit, trage sie nach außen, häng dir Mondspiegel, Mondbilder oder Mondgirlanden in die Wohnung, stell Kerzen auf und wundervolle Deko, gestalte dir eine Zyklusschale und einen Zimmerteich. Und wenn das nicht deins ist, dann lass es! Du kannst deine Weiblichkeit auch völlig für dich und auf ganz andere Art und Weise leben. Du musst nichts und niemandem entsprechen. Dein Leben, deine Entscheidung!
 
Lebe deine Wildheit! Sei dir bewusst, was du brauchst, um ganz du selbst zu sein! Was lässt dich dich in einem positiven Sinne wild und frei fühlen? Und dann gönn dir das! Feier deine Einzigartigkeit! Du bist gut, genau so wie du bist!
 
 
Ich hoffe, ich konnte dir mit meinen Gedanken und Tipps helfen und du konntest daraus neue Inspiration für dich schöpfen.
Wenn du Fragen hast, Anregungen oder Feedback, lass mir gerne einen Kommentar da, oder schreib mir eine Mail
Ich freue mich immer von dir zu hören!
 
In diesem Sinne
Stay wild moon child!
 
Alles Liebe
Deine Katharina
P.S.: Wenn du dich mehr mit dem Thema Frau-Sein beschäftigen möchtest, kann ich dir das Buch Roter Mond von Miranda Gray empfehlen.