Gerade im Winter verbringen wir oft mehr Zeit zu Hause. Ein Grund mehr sich besonders in dieser Zeit intensiv mit der eigenen Wohnung und deren Gestaltung zu beschäftigen. Da ich im Winter meist auch weniger Zeit draußen verbringe als im Sommer, bin ich gerade im Winter sehr dankbar für meine biophile Wohlfühlen-Oase. 

Falls du auch ein paar Tipps und Ideen brauchst, wie du es dir im Winter mithilfe natürlicher Elemente so richtig schön gemütlich zu Hause machen kannst, lies unbedingt weiter.

Für einen natürlichen Morgen sorgen

Alles beginnt mit einem guten Morgen. Gerade im Winter, wenn es in der Früh noch dunkel ist, fällt es mir oft schwer aus dem Bett zu kommen. Auch ein aggressiver Weckerton macht das nicht besser. Ganz im Gegenteil, finde ich. Geht es dir auch so? Dabei ist doch gerade der Morgen eine so wertvolle und magische Zeit.

Ich habe mir deshalb überlegt, wie ich mein Aufwachen und diese ganz besondere Zeit am Morgen besser gestalten kann. Was liegt da näher als sich an unserer Natur zu orientieren.

Beim Beobachten und auf der Suche nach einem natürlichen Morgen, bin ich auf zwei Dinge gestoßen, die für mich ein angenehmes und natürliches Aufwachen ausmachen:

  1. Licht
  2. natürliche Geräusche (und kein aggressives Piepen)

Deshalb habe ich genau diese zwei Dinge geändert. Ich habe seit einigen Jahren einen Wecker, der mich mit Vogelstimmen und Geräuschen aus der Natur weckt. Für mich persönlich reicht das schon, um wach zu werden.

Noch schöner wird das Aufwachen allerdings, wenn ich auch noch den Sonnenaufgang zu mir nach Hause hole. Dazu haben wir eine Lampe über dem Bett, die jeden Morgen automatisch zwischen 6 und 7 Uhr einen Sonnenaufgang simuliert. Das Licht fängt mit einem dunklen Rot an und endet bei einem hellen Gelb. Wenn ich morgens keinen Zeitdruck habe, reicht es mir sogar mich komplett auf die Lampe zu verlassen. Irgendwann innerhalb der Stunde wache ich meistens ganz von selbst auf – auch ohne Vogelstimmen.

Gerade, wenn die Tage kurz sind, ist genügend Licht für mich extrem wichtig, deswegen achte ich darauf, tagsüber für ausreichend Tageslicht in unserer Wohnung zu sorgen. Denn eine hohe Menge an natürlichem Tageslicht begünstigt einen guten Schlaf und sorgt damit auch für ein angenehmes und entspanntes Aufwachen.

Den Duft der Natur in deine Wohlfühl-Oase holen

Ich liebe den Duft von Wald. Du auch? Der Geruch und die ätherischen Öle aus der Natur beruhigen oder aktivieren uns, sie helfen uns dabei uns zu konzentrieren oder kreativ zu werden.

Oft nehmen wir Gerüche eher unterbewusst war und doch bewirken sie so viel in uns. Sie beeinflussen unsere Gefühle und unsere Stimmung. Für mich dürfen sie in meiner Wohlfühl-Oase einfach nicht mehr fehlen. Oft sind es eben die kleinen Dinge im Leben.

Es gibt mehrere verschiedene Möglichkeiten, wie du dir den Duft der Natur nach Hause holen kannst. Die Basis von allen sind ätherische Öle. Achte bei ätherischen Ölen ganz besonders darauf, dass sie naturrein sind und vermeide künstliche Düfte. 

Welche ätherischen Öle dir persönlich am besten tun, darfst du für dich herausfinden. Ich persönlich liebe so ziemlich alle Nadelbäume, denn sie erinnern mich so sehr an den Geruch von Wald. Aber auch Zitrusfrüchte haben sehr gut riechende ätherische Öle, genauso wie verschiedene Kräuter. Schau einfach, was dir gut tut. Manchmal muss man auch etwas rumprobieren, bis man das Richtige für sich gefunden hat. Der Lieblingsduft kann sich natürlich auch immer wieder ändern.

Um den Geruch bzw. das ätherische Öl im Raum zu verteilen, gibt es mehrere Möglichkeiten. 

Duftstein

Duftsteine werden mit ätherischen Ölen beträufelt und geben den Geruch nach und nach an die Umgebung ab.

Der Vorteil ist, dass sie quasi überall in jedem Raum eingesetzt werden können, nur wenig Geld kosten und meistens auch noch sehr schön aussehen und so gleichzeitig als Deko verwendet werden können.

Der Nachteil an Duftsteinen ist, dass ihre Reichweite sehr gering ist und der Duft sehr unregelmäßig abgegeben wird. Sie eignen sich also eher für kleinere Räume. Ich nutze sie vor allem im Bad.

Duftlampe

In Duftlampen wird in der Regel ein Schälchen mit Wasser über einem Teelicht oder einer Kerze erhitzt. Dabei verdampfen die ätherischen Öle und das Wasser.

Der Vorteil ist, dass der Duft sich dadurch viel besser und weiter verteilt als mit einem Duftstein. Hinzukommt, dass auch die Luftfeuchtigkeit sich durch das Wasser erhöht, was besonders im Winter mit trockener Heizungsluft sehr angenehm sein kann. Auch Duftlampen sind schon für wenig Geld zu bekommen und viele sehen sehr schön aus.

Der Nachteil an Duftlampen ist, dass sie wegen der Kerze immer beobachten werden müssen. Zwar gibt es Duftlampen, in denen das Teelicht gut eingeschlossen ist und nahezu nichts passieren kann, dennoch sollte man nicht vergessen, dass es sich hier um ein offenes Feuer handelt. Die Benutzung kann deswegen nur unter Aufsicht stattfinden.

Diffusor

Bei einem Diffusor wird der Duft mithilfe von künstlich erzeugtem Nebel oder Ultraschall-Schwingungen im Raum verteilt.

Der Vorteil ist, dass von allen drei Varianten der Diffusor in der Regel die große Reichweite hat. Gute Diffusor verteilen den Duft über mehrere Stunden hinweg sehr gleichmäßig im Raum. Wird der Diffusor mit Wasser betrieben erhöht er gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit im Raum. Durch die sichere Handhabung und die zum Teil automatische Abschaltung können Diffusor auch unbeaufsichtigt und nachts zum (Ein)schlafen verwendet werden.

Der Nachtteil bei einem Diffusor ist, dass er meistens nicht ganz geräuschlos arbeitet. Auch brauchen viele Diffusor einen Steckdose in Reichweite oder zumindest Batterien. Diffusor sehen auch meist nicht so natürlich aus wie Duftsteine oder Duftkerzen und eignen sich eher weniger als Deko. Allerdings gibt es auch hier schöne Modelle. Die Kosten für einen guten Diffusor sind deutlich höher als für einen Duftstein oder eine Duftlampe.

DIY: Reeddiffusor

Es gibt auch die Möglichkeit einen sogenannten Reed-Diffusor selber zu bauchen. Dazu mischt man ein Basisöl mit ätherischen Ölen und gibt diese Mischung in ein kleines Glas oder Fläschchen. Anschließend verschließt man die Öffnung und macht nur ein paar kleine Löcher in den Verschluss, durch die man zum Beispiel Holz- oder Bambusstäbchen steckt. Die Stäbchen leitet das Öl nach oben und geben es nach und nach an die Umgebung ab. Eine genaue Anleitung zum Bau findest du im Internet, z. B. bei utopia.  

Ich muss zugeben, dass ich dieses Experiment bisher noch nicht ausprobiert habe, da ich mit meinem Diffusor sehr zufrieden bin. Außerdem gibt es sehr unterschiedliche Erfahrungsbericht zum Bau eines Reed-Diffusors im Internet. Falls du auch eine Erfahrungsgeschichte dazu hast, lass es mich gerne wissen. Vielleicht muss ich dieses Experiment doch noch starten.

Blick in die Natur aus deiner naturnahen Wohlfühl-Oase

In der Regel sind Fenster unsere wichtigste Verbindung nach draußen. Aber gerade im Winter und in der Stadt kann der Blick aus dem Fenster etwas trübsinnig sein. Hier können große Wandbilder – gerahmt, als Poster oder auf Leindwand – Ersatz bieten. Auch in Räumen, in denen es gar keine Fenster oder es keinen Ausblick gibt, können große Wandbilder einen Ausblick und Nähe zur Natur schaffen. 

Mir persönlich gefällt es besonders gut, wenn zum Bild oder zum Motiv eine persönliche Verbindung besteht. Vielleicht hast du ein geeignetes Foto, das du selber gemacht hast. Oder du fragst Freunde oder Bekannte, ob du ihre Bilder verwenden darfst, wenn sie dir gefallen. Aber Achtung, immer erst fragen, bevor du Fotos drucken lässt, von denen du nicht der Urheber bist.

Vielleicht findest du auch ein Bild von einem Ort, an dem du dich ganz besonders wohlfühlst. 

Falls du keine eigenen Fotos oder Bilder hast, die passen, gibt es in vielen Einrichtungshäusern und im Internet auch sehr schöne Wandbilder zu kaufen. Auch hier gibt es eine große Auswahl mit natürlichen Motiven. 

Tipps zur Bilderwahl

Je größer das Bild, umso teurer ist meistens die Anschaffung. Deswegen habe ich dir hier noch ein paar Fragen zusammengestellt, die dir helfen sollen, das für dich beste Bild zu wählen:

  1. Achte auf die dominanten Farben im Bild, passen die zum Raum?
  2. Achte auf die Auflösung des Fotos: Eignet sich das Bild für einen großen Druck? Für eine Leinwand?
  3. Achte auf die Perspektive im Bild: Passt die an der Stelle in den Raum, wo du das Bild gerne aufhängen würdest?
  4. Mach am besten einen Vordruck, um zusehen, ob die Farben passen, wenn du das Foto selbst nachbearbeitest hast.
  5. Achte darauf, was das Bild in dir auslöst: Welche Stimmung strahlt das Bild aus (z. B. Geselligkeit, Entspannung, Kreativität, Fluss des Lebens, Helligkeit, Freude, Dankbarkeit, Ruhe, Frieden, Wandel)? Wirkt es warm oder kalt? Dunkel oder hell? Inspiriert es dich? Was drückt es für dich aus? Entspannt es dich? Bringt es dich zur Ruhe oder zum Nachdenken?

Bei all diesen Fragen gibt es keine richtige oder falsche Antwort. Es ist deine Entscheidung, wie ein Raum zu einer Wohlfühl-Oase der Ruhe und Entspannung oder auch Kreativität und Produktivität für dich wird. Du weißt am besten, was zu dir und deinem Raum passt. Die Fragen sollen dich einfach dabei unterstützen, zu reflektieren und die beste Entscheidung für dich zu treffen.

Durch meine Wohlfühlen-Oase fließt die Isar

Ich habe mir ein Bild von einem guten Freund drucken lassen. Auf dem Foto sieht man die Isar – einen Fluss, der durch München fließt und zu dem ich deswegen eine enge Verbindung habe. Die Farben auf dem Bild passen sehr gut zu meiner Traumfängerwand. Außerdem freut es mich total, dass das Bild ein Unikat ist und nicht jeder es im Wohnzimmer hängen hat. Ein Foto davon findest du in meinen Highlights auf Instagram. 

Mehr Leben in deiner Wohlfühl-Oase

Bei uns ist es so, dass viele Aktivitäten, die im Sommer draußen stattfinden, im Winter nach drinnen verlegt werden. Besonders ein paar sportliche Aktivitäten wie AcroYoga, AerialYoga und Tanzen. Ich persönliche finde es sehr wichtig, dass auch für die Hobbys, die unser Leben ausmachen, genug Platz in unserer Wohlfühlen-Oase ist. Sonst wäre es für mich auch keine Wohlfühl-Oase.

Deswegen hier der Hinweis von mir: Integriere unbedingt auch Platz für deine Hobbys in die Gestaltung deiner Wohnung. Überlege dir, was du gerne machst und wie viel Platz du dafür brauchst. Besonders im Winter kann das wichtiger sein als im Sommer. Ein Raum kann wundervoll gestaltet sein, wenn aber am Ende kein Platz für das ist, was du gerne machst, ist es nur halb so schön. Gib dir Raum dich auszuleben und deinen Leidenschaften nachzugehen.

Mehr Leben in deine Wohlfühl-Oase, holst du dir auch mit ein paar Zimmerpflanzen. Für mich sind Pflanzen in unserer Wohnung extrem wichtig. Sind sind eines der wenigen lebendigen Dinge aus der Natur, die wir zu uns nach Hause holen können.

Da ich zum Thema Zimmerpflanzen aber stundenlang erzählen könnte, werde ich dazu in den kommenden Wochen einen separaten Blogbeitrag schreiben, in dem sich alles um Zimmerpflanzen und Indoor-Dschungel dreht. 

Ich freue mich, wenn du ein Feedback zu diesem Blogartikel hast. Teile in den Kommentaren auch sehr gerne deine Ideen und Tipps zum Thema Wohlfühlen im Winter und wie du deine Verbindung zur Natur im Winter lebst.

Alles Liebe

Deine Katharina