Du bist genau so fasziniert von Zimmerpflanzen wie ich? Und wünscht dir am liebsten einen richtigen Dschungel in deinem Wohnzimmer? Dann bist du hier genau richtig. Im dritten Teil meiner Serie zur Pflege von Zimmerpflanzen geht es um die langfristige Pflege von Zimmerpflanzen und was dabei wichtig ist.
 
 
Ich wünsche dir ganz viel Spaß und wertvolle Erkenntnisse mit dem dritten und damit letzten Teil dieser Serie.
 

Wie deine Zimmerpflanzen viele Jahre bei dir wachsen und gedeihen?

 
Mit diesen vier Tipps gelingt es dir mit Sicherheit deinen Zimmerpflanzen über viele Jahre ein wundervolles Zuhause zu bieten und dir selbst vielleicht sogar einen richtigen Indoor-Dschungel zu erschaffen.
 

Mach dir einen Plan und weiche davon ab

 
Inzwischen kennst du deine Pflanzen. Deine Erfahrungswerte kannst du nun in einem Gieß-Plan oder Pflege-Plan für deine Pflanzen festhalten. Wenn es dir hilft, kannst du diesen Plan schriftlich verpassen und ihn an einen für dich passenden Ort hängen. Vielleicht reicht es dir aber auch, diesen Plan im Kopf zu haben. Ich persönlich habe keinen schriftlichen Gieß-Plan, kann aber sehr gut verstehen, dass das hilfreich ist. Für die Pflege meiner Planzen brauche ich diesen Plan zwar nicht schriftlich, dafür für einige andere Dinge, wie das Umsetzen unseres Kombuchas. 
 
Wenn du also das Gefühl hast, ein schriftlicher Plan könnte dir oder auch deinen Mitmenschen helfen, mach dir auf jeden Fall einen.
  
Wichtig ist allerdings auch von diesem Plan abzuweichen. Damit meine ich folgendes: Nur weil es sich bewährt hat deine Pflanze einmal die Woche, sagen wir am Dienstag, zu gießen, solltest du trotzdem noch mit dem Finger fühle, ob Wasser überhaupt nötig ist. Nur weil also Dienstag ist, heißt das nicht, dass du die Pflanze gießen solltest. Befindet sich noch genug Wasser im Topf und du gießt trotzdem, ertränkst du deine Pflanze und die Wurzeln faulen (in den meisten Fällen) ab.
 
Erlaube dir also immer auch von diesem Plan abzuweichen. Nutze deinen gesunden Menschen verstanden und prüfe, was wirklich nötig ist. Die Anforderungen und Gieß-Abstände können sich zum Beispiel auch mit den Jahreszeiten ändern.
 

Abwesenheiten planen

 
Es wird vorkommen, dass du einmal ein paar Tagen oder sogar Wochen verreist oder weg bist. Das heißt, dass du dich in dieser Zeit nicht selbst um deine Zimmerpflanzen kümmern kannst. 
 
Überlege dir deshalb frühzeitig, wer diese Aufgabe für dich übernehmen kann. Und im Zweifel auch, wem du diese Verantwortung auch zutraust. Kann ein anderer Mitbewohner oder ein Familienmitglied die Pflege der Zimmerpflanzen übernehmen? Oder fragst du die beste Freundin/den besten Freund?
 
Es kann auch durchaus hilfreich sein, diese Menschen – wen auch immer du wählst – vorab aufzuklären. Sie oder ihn möglicherweise in deinen Gießplan einzuweihen oder andere Besonderheiten anzusprechen.
 
Vor unserem vierwöchigen Schweden Urlaub habe ich mir die Mühe gemacht und jede einzelne Pflanze mit einem Zettel an einem Schaschlik-Spieß versehen, wo drauf stand, was es bei der Pflanze zu beachten gibt und wie viel Wasser sie verträgt. Da ich die vier Wochen Pflege nicht alleine einer Person zumuten wollte (bei uns kommt zu den Zimmerpflanzen auch noch unser Garten hinzu), habe ich für jede Wochen jemand anderen gefragt. Mit den Infos auf den Zetteln hat das alles super geklappt und alle Pflanzen haben überlebt.
 
Grundsätzlich ist es natürlich sinnvoll, das nicht alles am Tag vor der Abreise zu planen, aber das weißt du sicher 😉
 

Blattpflege, Düngen und Umtopfen

 
Zu langfristigen Pflege einer Pflanze gehören nicht nur das Gießen, sondern auch das Umtopfen und die Blattpflege. Das sind meist keine Aufgaben, die es wöchentlich zu tun gibt, trotzdem solltest du sie bedenken.
 
Ganz grundsätzlich kann man sagen, dass die meisten Pflanzen ca. alle ein bis zwei Jahre umgetopft werden. Das kommt aber auch sehr auf die Pflanze an, wie schnell sie wächst und was sie für Ansprüche hat. Aber wenn du die Punkte aus dem ersten Teil der Serie zu Zimmerpflanzen beherzigt hast, solltest du bereits vor der Anschaffung wissen, was deine Pflanze bevorzug.
 
Durchaus häufiger sind das Düngen und die Blattpflege gefragt. Zur Blattpflege gehören unter anderem das Entfernen welker oder kaputter Blätter und das Zurückschneiden. Aber auch das Befreien der Blätter von Staub oder das Abnehmen von neuen Ablegern. Auch hier kommt es sehr auf die Pflanze an, wie häufig diese Aktionen nötig sind. In der Regel ist dies aber meist sichtbar und es wird dir auffallen.
 
Hier auch noch ein kleiner Tipp: Es gibt Pflanzen die bekommen bei starken Wachstum irgendwann Überwicht im Topf. Mir passiert das häufig mit meinen Also Vera, die irgendwann so hoch wachsen, dass der Topf nicht mehr stabil steht. Achte rechtzeitig drauf, diese Pflanzen zurückzusetzen, den Topf zu vergrößern oder ihn zumindest zu beschweren, damit es kein Unglück gibt. Ich habe das leider häufig schon mal übersehen, oder wollte es nicht sehen bis es zu spät war 😉
 
Da ich unsere Zimmerpflanzen ausschließlich mit Wurmerde und Wurmtee aus unserem Wurmkomposter dünge, kann ich zum Düngen mit gekauften Zimmerpflanzen-Dünger hier leider wenig sagen. Aber ich kann dir die Anschaffung eines Wurmkomposters ans Herz legen. Wurmkomposter verarbeiten deinen Biomüll in sehr nährstoffreichen Wurmhumus und erzeugen nebenbei noch Wurmtee, den du als Flüssigdünger verwenden kannst. Ich habe damit die letzten drei Jahre sehr gute Erfahrungen gemacht. Für einen Wurmkomposter brauchst du keinen Garten. Den Wurmkomposter kannst du auch in der Wohnung nutzen, was ihn gerade für Menschen in der Stadt sehr attraktiv macht. Wir haben diesen Wurmkomposter. (Werbung aus Überzeugung)
 

Lüften für deine Zimmerpflanzen

 
Zum Thema Lüften und Zimmerpflanzen findet man im Internet nicht besonders viel. Dennoch habe ich aus eigener Erfahrung gelernt, dass es Pflanzen gibt, die sich über eine frische Prise freuen. Besonders im Sommer kann das ein Thema sein, wenn es drinnen, stickig und heiß ist.
 
Vor eineinhalb Jahren waren wir im August fast zwei Wochen im Urlaub. In dieser Zeit hat mein Mitbewohner vermutlich nicht ein einziges Mal die Zimmer gelüftet. Als wir zurück kamen, waren meine Bananen-Palme und meine Kokosnuss-Palmen übersät mit Wollläusen. Dieses Problem hatte ich 7 Jahren davor und auch danach nie wieder. Aber diese Schädlinge fühlen sich besonders in stickigen und ungelüftet Blattzwischenräumen wohl. Die stickige, warme Luft im Zimmer hat dafür gesorgt, dass sie sich perfekt ausbreiten konnten.
 
Besonders dichtwachsende Pflanzen, wie eine Bananenpalme sind davon betroffen und danke es dir, wenn sie hin und wieder Frischluft bekommen. Aber Achtung, es gibt auch Zimmerpflanzen die Zugluft nicht vertragen. In diesem Fall muss man mit dem Lüften vorsichtig sein.
 
 

Wie dein Wohnzimmer zum Indoor-Dschungel wird

 

Da es mir so viel Freude gemacht hat, all diese Tipps zu meinen Zimmerpflanzen zu sammeln und mal auf eine etwas andere Weise zusammen zu stellen als vielleicht sonst üblich, wird es demnächst auch einen Blogbeitrag zum Thema Indoor-Dschungel geben und wie dein Wohnzimmer zum Dschungel wird. 

 

Falls du Fragen, Anregungen oder Feedback hast, melde dich sehr gerne bei mir. Entweder in den Kommentaren oder schreib mir eine Mail.
Ich freue mich von dir zu hören.
 
Alles Liebe
Katharina